Nahaufnahme einer Reihe industrieller Stromzähler zur Energieüberwachung und Technologie.

Netzentgelte 2027 und sinkender Bundeszuschuss beschäftigen den Mittelstand

Für Unternehmen beginnt das Energiejahr 2027 nicht am 1. Januar. Nach Angaben des Berliner Energieberaters SEICON Energy werden in diesen Tagen die vorläufigen Netzentgelte für 2027 veröffentlicht; gleichzeitig soll der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 5,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr sinken. Bei vielen gewerblichen Strom- und Gasverträgen laufen parallel Kündigungs- und Verlängerungsfristen. Welche Energiekosten Betriebe mit ins nächste Jahr nehmen, entscheidet sich damit bereits in den kommenden Wochen.

Vorläufige Netzentgelte für 2027 und ein sinkender Bundeszuschuss

Die vorläufigen Netzentgelte für das Jahr 2027 werden nach Angaben von SEICON Energy in diesen Tagen veröffentlicht. Solche Entgelte fallen je nach Verbrauchsstruktur und Standort unterschiedlich aus, eine einheitliche Belastung gibt es für Unternehmen nicht. Für die Planung relevant ist der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten, der nach den vorliegenden Angaben von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 sinken soll. Wie sich diese Differenz von etwa einer Milliarde Euro auf die Netzentgelte einzelner Betriebe auswirkt, geht aus den Angaben nicht hervor.

Welche Entlastungs- oder Optimierungsmöglichkeit für einen Betrieb überhaupt in Frage kommt, hängt nach Einschätzung des Anbieters von dessen Verbrauchsstruktur ab. Pauschale Aussagen seien kaum möglich, weil sich Lastprofile, Standorte und Vertragskonstellationen unterscheiden. Für Unternehmen bleibt damit die eigene Kostenstruktur die Grundlage jeder Einschätzung.

Energie im Mittelstand bleibt oft liegen

Für viele mittelständische Unternehmen ist Energie nach Darstellung von SEICON längst mehr als eine laufende Betriebsausgabe. Sie beeinflusst Liquidität, Investitionsspielraum, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Große Unternehmen beschäftigen für dieses Feld eigene Teams, die Märkte beobachten, Beschaffungsmodelle vergleichen, Vertragsstrukturen prüfen und Investitionen in Eigenerzeugung bewerten. Im Mittelstand landet das Thema dagegen häufig zusätzlich auf dem Schreibtisch der Geschäftsführung, des Einkaufs oder der Technik. SEICON will nach eigenen Angaben genau diese Lücke schließen.

Ob eine Beschaffungsstrategie noch zum Betrieb passt, ob Vertragslaufzeiten sinnvoll gewählt sind, welche Netzentgelte anfallen oder ob Entlastungsmöglichkeiten genutzt werden, wird nach Einschätzung des Anbieters längst nicht überall regelmäßig geprüft. Die monatliche Rechnung werde häufig schlicht bezahlt. Das Unternehmen bewertet dieses Vorgehen als riskant, weil viele Konditionen bereits vor dem Jahreswechsel festgeschrieben werden.

Kündigungs- und Verlängerungsfristen rücken näher

Bei vielen gewerblichen Strom- und Gasverträgen nähern sich nach Angaben von SEICON Energy Kündigungs- und Verlängerungsfristen. Wer einen solchen Termin verstreichen lässt, bleibt zu den bisherigen Konditionen im Vertrag. Der Anbieter rät, Einkaufszeitpunkt, Vertragslaufzeit und Beschaffungsmodell regelmäßig zu überprüfen, statt nur die Rechnung zu begleichen. Wie viel sich durch einen Wechsel oder eine andere Beschaffungsstrategie tatsächlich sparen lässt, nennt das Unternehmen nicht.

„Kein Unternehmer würde einen wichtigen Lieferanten jahrelang bezahlen, ohne irgendwann zu prüfen, ob Preis und Leistung noch stimmen. Bei Energie passiert genau das erstaunlich oft“, sagt Florian Wessely, Managing Director von SEICON Energy. Seine Einschätzung: „Wer Verträge, Beschaffung und Kostenstrukturen jetzt nicht prüft, riskiert, unnötige Kosten einfach mit ins nächste Jahr zu nehmen.“

Beschaffung von Strom und Gas

Bei der Beschaffung von Strom und Gas können neben dem Preis pro Kilowattstunde auch der Einkaufszeitpunkt, die Vertragslaufzeit und das Beschaffungsmodell entscheidend sein. SEICON vergleicht nach eigenen Angaben Angebote von über 50 angebundenen Energieversorgern und prüft, welche Strategie zum jeweiligen Unternehmen passt. Welche Variante sinnvoll ist, hängt nach Darstellung des Anbieters von der individuellen Situation des Betriebs ab.

Netzentgelte und Entlastungsmöglichkeiten

Je nach Verbrauchsstruktur können für ein Unternehmen unterschiedliche Entlastungs- oder Optimierungsmöglichkeiten relevant sein. SEICON prüft nach eigenen Angaben, welche davon für den konkreten Betrieb in Frage kommen. Angaben darüber, in welcher Höhe sich Entlastungen tatsächlich auswirken, macht das Unternehmen nicht.

Photovoltaik und Speicher nach Verbrauch auslegen

Große Gewerbedächer können einen Teil des Strombedarfs direkt am Standort decken. Entscheidend ist nach Angaben von SEICON jedoch nicht allein die verfügbare Fläche, sondern die Wirtschaftlichkeit aus Verbrauch, Lastprofil, Eigennutzung und Investition. Ob ein Speicher sinnvoll ist, hängt stark vom Lastprofil, dem Verbrauch und dem Einsatzzweck ab. Deshalb steht nach Darstellung des Anbieters in beiden Fällen die Analyse vor der Umsetzung.

Carbon Credits für freiwillige Kompensation

Unternehmen, die verbleibende Emissionen freiwillig kompensieren möchten, erhalten über SEICON nach eigenen Angaben Zugang zu verifizierten Carbon Credits. Das Angebot richtet sich damit an Betriebe, die einen solchen Ausgleich auf freiwilliger Basis vornehmen wollen. Eine Verpflichtung zu einer Kompensation besteht nicht.

Über SEICON Energy

Die SEICON Energy GmbH mit Sitz in Berlin unterstützt nach eigenen Angaben seit 2017 mittelständische Unternehmen rund um ihre Energieversorgung. Zum Leistungsspektrum zählen Strom- und Gasbeschaffung, Netzentgelte und Entlastungsmöglichkeiten, Photovoltaik, Speicherlösungen sowie Carbon Credits. Das Unternehmen gibt an, mit über 50 angebundenen Energieversorgern zusammenzuarbeiten. Als eigenen Ansatz nennt SEICON die Reihenfolge „Analysieren. Rechnen. Umsetzen. Betreiben.“

Energiekosten-Check ist kostenlos und ohne Wechselpflicht

Mit dem Energiekosten-Check können Unternehmen ihre aktuelle Energiesituation prüfen lassen. Analysiert werden nach Angaben von SEICON unter anderem die Beschaffungsstrategie, die Vertragslaufzeiten, der Verbrauch, die Netzentgelte und mögliche wirtschaftliche Optimierungsansätze. Die Erstprüfung kostet nach Angaben des Unternehmens 0 Euro, eine Wechselpflicht besteht nicht. Weitere Informationen stellt SEICON unter www.seicon.energy/energiekosten-check bereit.

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