Im aktuellen Ladenetztest von connect und umlaut wurden Schnellladestationen von 17 Anbietern in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht

Ladenetztest 2026 zeigt Fortschritte und weiterhin große Unterschiede beim Schnellladen

Der Schnelllade-Alltag unterscheidet sich je nach Land und Anbieter erheblich. Der achte Ladenetztest von connect und den E-Mobilitäts-Experten von umlaut, Teil von Accenture, hat 17 Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. In Deutschland liegt Aral Pulse zum vierten Mal in Folge vorn, in Österreich setzt sich SMATRICS EnBW an die Spitze und in der Schweiz Ionity. Bei den Ladekarten und Apps führt in Deutschland erneut EnBW Mobility+.

So lief der achte Ladenetztest

Für die aktuelle Ausgabe waren die Testteams zwischen Ende Juli und Anfang September in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs und legten rund 6.700 Kilometer zurück. Geprüft wurden Schnellladestationen von insgesamt 17 Anbietern. Die Ergebnisse werden für jedes der drei Länder getrennt ausgewiesen, sodass sich unterschiedliche Rangfolgen ergeben. Je Anbieter entsteht aus den Einzelbewertungen eine Punktzahl bis zur Obergrenze von 1.000, die zusätzlich in eine Note übersetzt wird.

Was an den Schnellladestationen bewertet wird

Zu den Kriterien zählen Ladeleistung, Verfügbarkeit, Bedienbarkeit, Bezahlmöglichkeiten, Preistransparenz und die Ausstattung vor Ort. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Kriterien teilweise verschärft. Die Liste zeigt, dass nicht allein die Leistung an der Säule in die Bewertung einfließt, sondern auch der Ablauf rund um den Ladevorgang und die Bedingungen am Standort. Vergeben wurden unter anderem die Noten „sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“.

Deutschland mit Aral Pulse an der Spitze

In Deutschland erreicht Aral Pulse 853 von 1.000 Punkten und damit die Note „sehr gut“. Der Anbieter liegt zum vierten Mal in Folge vorn. Auf Platz zwei folgt EnBW mit 831 Punkten und der Note „gut“. Dahinter ordnen sich Ionity und Mer ein.

Zusätzlich weist der Test für Deutschland eine eigene Wertung für Anbieter von Ladekarten und Apps aus. Hier liegt EnBW Mobility+ mit 851 Punkten und der Note „sehr gut“ erneut auf Platz eins, EWE Go folgt auf dem zweiten Platz. Für das Land werden damit zwei Ranglisten veröffentlicht: eine für die Ladestationen und eine für den Zugang über Ladekarte oder App.

Wechsel an der Spitze in Österreich und der Schweiz

In Österreich übernimmt SMATRICS EnBW mit 785 Punkten und der Note „gut“ die Führung. Das Unternehmen konnte sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. OMV folgt mit 760 Punkten, ebenfalls mit der Note „gut“.

In der Schweiz setzt sich Ionity mit 829 Punkten und der Note „gut“ an die Spitze. GoFast folgt mit 736 Punkten. Shell Recharge verbessert sich auf 721 Punkte und die Note „befriedigend“. Ionity führt damit in einem Land, während der Anbieter im deutschen Netzvergleich hinter Aral Pulse und EnBW liegt.

Fortschritte bei weiterhin großen Unterschieden

Der Test zeigt insgesamt eine positive Entwicklung. Viele Anbieter konnten ihre Qualität gegenüber dem Vorjahr steigern. Gleichzeitig unterscheiden sich die Ladenetze weiterhin deutlich bei Ladeleistung, Bedienung, Ausstattung und Transparenz. Für Fahrer, die regelmäßig zwischen den drei Ländern unterwegs sind, bleibt der passende Anbieter deshalb eine Frage des jeweiligen Landes. Der vollständige Ladenetztest mit allen Einzelwertungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz erscheint in der Ausgabe 11/2026 von connect mit Erscheinungstermin 5. Oktober 2026 sowie auf connect.de.

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