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Abwehr von Drohnen ohne Kollateralschäden

Die Bedrohung durch unbekannte Drohnen über deutschen Flughäfen und sensiblen Liegenschaften ist massiv gewachsen. Wer für die Überflüge verantwortlich ist, bleibt im Nachhinein meist ungeklärt; oft wird Russland vermutet, doch eindeutige Beweise fehlen. Da die Technologie immer kostengünstiger und über Erklärvideos im Internet leicht manipulierbar wird, nutzen Akteure zunehmend sogenannte Wegwerf-Agenten. Bisher mangelt es an vielen neuralgischen Punkten an ausreichender Ausrüstung sowie an klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Um Herkunft und Halter präzise ermitteln zu können, muss man Drohnen flächendeckend und vor allem zerstörungsfrei einfangen. Dies ist das Ziel von ARGUS Interception, einem Unternehmen, das eine netzbasierte, nicht-kinetische Alternative zur Abwehr von Drohnen entwickelt hat.

Der aktuelle Stand der Abwehr

Bisher wird in der Regel die Polizei gerufen, wenn eine illegale Drohne gesichtet wird. Dies dauert jedoch meistens zu lange – bis die Einsatzkräfte eintreffen, ist die Drohne längst wieder verschwunden. Im absoluten Ernstfall bleibt oft nur der Abschuss. Dies birgt allerdings erhebliche Risiken: Gerade im urbanen Gelände können unkontrolliert Trümmerteile oder Munitionsreste herabfallen und Unbeteiligte gefährden. Zudem zerstört ein kinetischer Abschuss die Drohne vollständig, wodurch eine digital-forensische Nachuntersuchung zur Ermittlung der Urheber unmöglich wird.

Die netzbasierte Abfanglösung

Das System von ARGUS Interception scannt den Luftraum ab, detektiert die Drohne und meldet sie an eine Bodenkontrollstation, wo der Operator an einem Monitor das Ziel anwählt. Nach dem Start fliegt die Abfangdrohne vollautomatisch zum Ziel, da die Systemintelligenz direkt auf dem Fluggerät sitzt. Sie ist in der Lage, das feindliche Objekt zu verfolgen, um Informationen über dessen Absichten oder den Piloten zu gewinnen. Nach Freigabe des Operators begibt sich die Drohne in Position und löst das Netz zum Einfangen aus. Die eingefangene Drohne hängt in einem Netz sicher unter dem System, wird zerstörungsfrei abtransportiert und an einem definierten Ort abgelegt. Danach kann eine forensische Untersuchung stattfinden.

Die Zukunft der Abwehr

Das Gesamtsystem ist sehr pragmatisch und kosteneffektiv: Die Drohne ist keine Wegwerfdrohne, sondern jahrelang einsatzbereit. Lediglich das verschossene Netz wird wie eine Patrone ausgetauscht. Zudem lässt sich das System als zusätzlicher Layer im Sinne eines Zwiebelprinzips nahtlos in bestehende militärische Führungssysteme integrieren. ARGUS Interception adressiert Behörden, die Bundeswehr sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Auch die Streitkräfte müssen sich im Inland verhältnismäßig schützen können, da moderne Konflikte meist mit Drohnen-Spionage beginnen.

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