Pintexx AI Suite bündelt acht KI-Anwendungen im eigenen Netz des Kunden
Die Pintexx GmbH stellt die Pintexx AI Suite vor. Sie fasst acht Anwendungen und Agenten zusammen, mit denen Unternehmen künstliche Intelligenz in ihre tägliche Arbeit holen – von der technischen Dokumentation über die telefonische Auskunft bis zur Verarbeitung von Eingangsrechnungen. Alle Bausteine laufen im Netz des Kunden, entweder als Container oder als Windows-Dienst an der vorhandenen Telefonanlage, und greifen auf dieselbe Wissensbasis zu.
Eine gemeinsame Grundlage statt vieler Einzellösungen
In vielen Unternehmen wird KI nach Beobachtung von Pintexx heute punktuell eingesetzt: hier ein Übersetzungsdienst, dort ein Chatbot, daneben ein Werkzeug zur Belegerfassung. Jedes dieser Werkzeuge bringt eine eigene Anmeldung, einen eigenen Vertrag und einen eigenen Anbieterschlüssel mit. Die Pintexx AI Suite stellt dem eine gemeinsame Grundlage gegenüber. Die Anwendungen teilen sich die Anbindung an den Verzeichnisdienst des Unternehmens, eine Wissensbasis und eine Programmbibliothek zu den KI-Anbietern.
Das hat nach Angaben des Herstellers eine praktische Folge: Erscheint ein neues Sprachmodell, steht es in allen Produkten zugleich zur Verfügung. Und ein Wechsel des Anbieters wird zur Einstellung statt zum Umbau. Für Unternehmen, die KI nicht nur in einem einzelnen Abteilungsprojekt testen, sondern dauerhaft betreiben wollen, ist das der Kern des Ansatzes – eine zentrale Stelle, an der Wissen, Zugänge und Modelle verwaltet werden.
Redaktionssystem und Wissensbasis als Fundament
Zwei Bausteine bilden die Grundlage der Suite. Pintexx AI Author ist ein Redaktionssystem für Produkthandbücher, Betriebsanleitungen und Onlinehilfe. Es überträgt ganze Werke in jede gewünschte Sprache – einschließlich des Textes in Bildschirmfotos – und gibt sie als Webseite, als PDF je Sprache und über eine Schnittstelle aus. Texte aus Author lassen sich direkt in das Wissens-Management übernehmen.
Pintexx AI Knowledge ist die Wissensbasis der Suite. Sie verwaltet Wissensbereiche, Quellen und Text-Fragmente, aus denen die Agenten ihre Auskünfte beziehen. Hier wird das eigene Wissen des Unternehmens abfragbar gemacht – eine Voraussetzung dafür, dass die übrigen Anwendungen überhaupt verwertbare Antworten liefern können. Wie detailliert die einzelnen Wissensbereiche gepflegt werden müssen, damit die Auskünfte tragfähig sind, lässt die Ankündigung offen.
Automatisierung, Dolmetschen und Schnittstelle
Pintexx AI Workflow ist ein grafischer Editor für wiederkehrende Abläufe. Er bringt nach Herstellerangaben mehrere hundert fertige Bausteine mit. Als Beispiel nennt das Unternehmen die Eingangsrechnung: Das Foto eines Belegs wird gelesen, geprüft und als XRechnung abgelegt, ohne dass jemand tippt. Welche Prüfschritte dabei im Einzelnen automatisch ablaufen und wo eine manuelle Freigabe nötig bleibt, geht aus der Ankündigung nicht hervor.
Pintexx AI Translater übernimmt das simultane Dolmetschen am Arbeitsplatz. Vorgesehen ist das Werkzeug für den Besuchertisch, die Videokonferenz und das Gespräch mit dem Lieferanten. Die Übersetzung läuft mit, während gesprochen wird; zu installieren ist nach Angaben des Herstellers nichts.
Pintexx AI API ist der gemeinsame Zugang zu Text-, Bild-, Ton- und Dokumentfunktionen für alle Anwendungen im Haus. Jede aufrufende Anwendung erhält einen eigenen Schlüssel, der sich einzeln entziehen lässt. Die Schnittstelle ist als OpenAPI-Dokument beschrieben, was die Anbindung eigener Programme erleichtern soll.
Drei Agenten für Chat, Telefon und Übersetzung
Der Pintexx AI Chat Agent ist ein sprechender Auskunftsassistent für Webseite und Intranet. Besucher stellen ihre Frage mündlich oder schriftlich, der Agent antwortet per Text oder mit natürlicher Stimme aus der Wissensbasis des Unternehmens – auf Wunsch mit einem Avatar.
Der Pintexx AI Phone Agent meldet sich als gewöhnliche Nebenstelle an der Telefonanlage an und nimmt Anrufe entgegen, wenn gerade niemand kann – abends, am Wochenende oder bei belegten Leitungen. Anrufer schildern ihr Anliegen in eigenen Worten, statt eine Tasteneingabe zu durchlaufen.
Der Pintexx AI Translation Agent nimmt einen Anruf an, fragt nach der Sprache, ruft den zuständigen Mitarbeiter und dolmetscht von da an in beide Richtungen. Beide Seiten sprechen ihre eigene Sprache. Damit deckt die Suite zwei unterschiedliche Telefon-Szenarien ab: die automatische Auskunft ohne menschliche Beteiligung und das vermittelte Gespräch mit einem Mitarbeiter.
Die Daten bleiben beim Kunden
Die Anwendungen der Suite laufen auf den Servern des Kunden. Dokumente, Wissensbasis und Benutzerkonten verbleiben dort. Benötigt ein Arbeitsschritt ein Sprachmodell, geht nur dieser Aufruf an den KI-Anbieter – mit dem Vertrag und dem Schlüssel des Kunden. Für Unternehmen, die sensible Inhalte wie Betriebsanleitungen, Kundendaten oder Buchhaltungsbelege verarbeiten, ist das ein zentraler Punkt der Ankündigung: Die Suite selbst ist keine Cloud-Anwendung, sondern Software im eigenen Haus.
Hans-Peter Burk, Geschäftsführer der Pintexx GmbH, begründet die Ausrichtung so: „Unsere Kunden wollen KI nicht ausprobieren, sondern einsetzen – in der Dokumentation, am Telefon, in der Buchhaltung. Mit der AI Suite bekommen sie dafür eine Grundlage, die im eigenen Haus läuft und die sie selbst in der Hand haben.“
Verfügbarkeit und Bezug
Die Anwendungen der Pintexx AI Suite werden über den App-Katalog der Pintexx-Plattform als Container bereitgestellt. Phone Agent und Translation Agent werden abweichend davon als Windows-Dienst mit Setup ausgeliefert, damit sie sich an der vorhandenen Telefonanlage anmelden können. Die Produkte sind einzeln oder gemeinsam erhältlich. Einzelpreise, Lizenzmodelle oder Termine nennt die Ankündigung nicht. Weitere Informationen stellt der Anbieter unter https://www.pintexx-ki.de bereit.
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